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Deutsch-österreichischer Länderdialog zu PEFC in Salzburg
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Stuttgart/Wien, 20.11.2007 – Nicht nur die gemeinsame Sprache war ausschlagend für eine Veranstaltung die in Kooperation von PEFC Deutschland und PEFC Austria vergangene Woche in Salzburg stattfand. Vor allem die intensiven Wirtschaftsbeziehungen in der Forst- und Holzbranche zwischen Deutschland und Österreich und international aufgestellte Unternehmen waren der Grund für die Organisation dieses „PEFC-Länderdialogs“. Geboten wurden den Teilnehmern zum einen Beiträge von PEFC-Verantwortlichen über die neuesten Entwicklungen bei PEFC und zum anderen Berichte aus den Unternehmen. Abgerundet wurde die Veranstaltung durch einen Vortrag zum „Megatrend Nachhaltigkeit“ und eine abschließende Podiumsdiskussion.

Den Anfang machte Martin Höbarth, Obmann von PEFC Austria, er begrüßte die Teilnehmer und berichtete von positiven Entwicklungen in Österreich. So gibt das bekannte Österreichische Umweltzeichen, welches von Friedensreich Hundertwasser gestaltet wurde, seit diesem Jahr für alle Holzprodukte eine Herkunft aus nachhaltiger Waldwirtschaft vor. Hierfür voll akzeptiert wird das PEFC-Label, als weltweit am weitesten verbreitetem Waldzertifizierungssystem.
Im Anschluss daran sprach der Geschäftsführer von PEFC Deutschland e.V., Dirk Teegelbekkers, der die neue internationale Strategie vorstellte.
-    Wachstum in Schlüsselregionen, wie z.B. in Russland
-    Sicherung der Absatzmöglichkeiten durch verstärkte Öffentlichkeitsarbeit
-    Optimierung von Struktur, Standards und Verfahren
Einen positiven Trend konnte auch Fritz Klaura von der KLH Massivholz GmbH bestätigen: „Zertifizierte Produkte werden besonders im Auslandsgeschäft, wie z.B. den Benelux-Ländern oder Großbritannien, stark nachgefragt. Dort würden wir ohne PEFC-Zertifizierung erhebliche Marktanteile verlieren.“ Doch nicht nur aus Gründen des Marketings setzt KLH auf PEFC, sondern auch wegen des Nachhaltigkeitsgedanken. „Der Erhalt der heimischen Wälder liegt uns sehr am Herzen und das nicht nur zur Sicherung unserer Rohstoffbasis“, so Klaura weiter.

Auf den ersten Blick ausgeblendet wurde PEFC durch den letzten Beitrag des Umwelt-consultants Rochus Gratzfeld. Doch wurde dem Zuhörer schnell bewusst, dass dessen Ausführungen über den „Megatrend Nachhaltigkeit“ auch die Forst- und Holzwirtschaft und damit die Waldzertifizierung betrifft. „Je weiter sich Nachhaltigkeit in der Gesellschaft durchsetzt, und dies ist im Moment zu beobachten, desto mehr Wettbewerbsvorteile wird es für die Unternehmen geben, die sich in diesem Bereich engagieren“, sagt Gratzfeld. Bei einem immer größeren Angebot in den Warenhäusern und Supermärkten ist häufig der Preis oder die Marke das Entscheidungskriterium. In Zukunft werden aber Labels, die sachlich Auskunft über die Qualität und die Herkunft geben, immer mehr diese Kaufentscheidungen beeinflussen. Vor allem, da der Verbraucher immer weniger Zeit hat, sich selbst ausreichend zu informieren. „Eine Zertifizierung bzw. ein Label kann ein Produkt oder eine Marke mit positiven Werten aufladen und es so eventuell zu einem Premiumprodukt machen“, führte Gratzfeld weiter aus.

Den Abschluss der Veranstaltung machte eine Podiumsdiskussion, bei der sich alle Vortragenden den Fragen der Teilnehmer stellten. Fazit der Veranstaltung: Inhaltlich hochklassig und informativ, doch hätte es noch besser besucht sein können. Das Potenzial, sich als regelmäßige Diskussionsplattform zu etablieren, hat es aber. Man kann gespannt sein.

 

Nachhaltige ForstwirtschaftDie Pflege und Nutzung der Wälder in einer Weise und in einem Ausmaß, das ihre biologische Vielfalt, ihre Produktivität, ihre Regenerationsfähigkeit und ihre Gesundheit erhalten bleibt. Ferner ihre Fähigkeit, die relevanten ökologischen, ökonomischen und sozialen Funktionen auf der örtlichen, nationalen und globalen Ebene zu erfüllen, gewährleistet wird sowie anderen Ökosystemen keinen Schaden anrichtet.

PEFCMit einer zertifizierten Waldfläche von mehr als 200 Mio. Hektar ist PEFC das weltweit größte forstliche Siegel, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, flächenmäßig eine nachhaltige Waldbewirtschaftung zu etablieren und damit die Sicherung von Waldökosystemen für nachfolgende Generationen zu gewährleisten. Seit der Gründung von PEFC Deutschland im Jahr 1999 wurden mit mehr als 7 Mio. Hektar gut zwei Drittel der deutschen Waldfläche zertifiziert.

 

Wenn gewünscht stellen wir gerne Fotomaterial zur Verfügung, welches unter Angabe von PEFC Deutschland honorarfrei abgedruckt werden kann.

Kontakt

Philipp Bahnmüller
PEFC Deutschland e.V.
Tel.: 0711 24861820
bahnmueller[at]pefc.de
www.pefc.de

 

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