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Ein Fall von Zeichenmissbrauch Beweis für Herkunft aus russischen Urwäldern bisher nicht erbracht |
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Stuttgart, 29.03.2004: Die von Greenpeace-Aktivisten in sechs „Marktkauf“-Filialen entdeckten Fichten-Profilholzbretter aus Russland wurden von der Holzhof-Holzindustrie Regensburg GmbH widerrechtlich mit dem PEFC-Label versehen. Ein Logonutzungsvertrag mit PEFC Deutschland e.V., der bei Zeichenmissbrauch Vertragsstrafen von 10.000 EURO vorsieht, wurde erst im Februar 2003 als unterzeichnet, als bereits über Monate das PEFC-Siegel ohne Lizenz genutzt wurde. Das Unternehmen kann jedoch nicht mehr belangt werden, da es im Juli 2003 Insolvenz angemeldet hat und mittlerweile nicht mehr existiert.
Die Holzhof-Holzindustrie Regensburg GmbH war im Besitz eines PEFC-Zertifikat, das von der Zertifizierungsstelle LGA Intercert aus Nürnberg ausgestellt worden war. Aufgrund des bereits laufenden Insolvenzverfahrens konnte das erste Überwachungsaudit, bei dem auch die korrekte Nutzung des PEFC-Logos überprüft worden wäre, nicht mehr durchgeführt werden. Nach Aussage des zuständigen Auditors konnte das Unternehmen beim Erstaudit nachweisen, dass allein 85 % der eingesetzten Holzes aus bayerischen Wäldern stammte, die nach PEFC zertifiziert waren.
Das Logonutzungsrecht wurde erst beantragt, nachdem über lange Zeit das PEFC-Siegel unrechtmäßig verwendet worden war. Wie nebenstehendes Beispiel aus den Regalen von Marktkauf zeigt hatte der Betrieb das PEFC-Logo mit einer „Fantasie“-Registriernummer versehen.
Die Marktkauf - Bau- und Heimwerkermärkte reagierten prompt auf die Greenpeace-Aktion und wiesen das Verkaufspersonal an, die fraglichen Produkte bundesweit aus dem Verkauf zu nehmen.
In einem Schreiben vom 15.03.04 hatte der Vorsitzende von PEFC Deutschland e.V., Marian Freiherr von Gravenreuth, bei Greenpeace nachfragt, wie man zu dem Schluss gekommen sei, dass es sich Holz aus russischen Urwäldern handelt: „Bisher hat uns der Kampagnenleiter Wald von Greenpeace keine konkreten Informationen zukommen lassen, mit denen zu belegen wäre, dass es sich um illegale Nutzungen in geschützten Urwäldern handelt. Wir wissen nur, dass die fragliche Ware im russischen Sägewerk Archangelsk Nr. 26 produziert wurde und wahrscheinlich auch aus dieser Region kommt.“, so Baron Gravenreuth.  |
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